Unter Corporate Agility verstehen wir ein Modell zur Führung eines Unternehmens mittels Geschäftsprozessen und schlagen damit die Ablösung der veralteten Stab-/Linienorganisation vor. Die Eckpunkte sind

  1. eine möglichst weitgehende Digitalisierung aller Informationsprozesse;
  2. Die Definition und Abgrenzung von Projekten und Geschäftsprozessen und eine entsprechende Zuordnung aller unternehmerischen Aufgabenstellungen zu Projekten oder Prozessen;
  3. Die Aufteilung von Führung in disziplinarische Führung (Motivation und Ermöglichung) und fachliche Führung (Ausbildung und Qualitätssicherung) mit dem Primat disziplinarischer Führung;
  4. Die Einführung einer Prozesskostenrechnung und der Kosten- und Ergebnisverantwortung an die Projekt- bzw. Prozessteams, einschließlich einer am Projekt-/Prozessergebnis orientierten Vergütung.

In konsequenter Fortführung des Konzeptes der strategischen Widerstandsfähigkeit wird die Überlebensfähigkeit des Unternehmens durch dieses Modell ausgebaut, indem das Unternehmen befähigt wird, auf sich verändernde Rahmenbedingungen und unplanmäßige Geschäftsunterbrechungen durch schnelle, flexible und intelligente Änderungen der eigenen Strukturen und Prozesse reagieren zu können. Wesentlich ist hier jedoch eine ständige Verbesserung der Effizienz der eigenen Prozesse und die damit verbundenen positiven Effekte auf das Unternehmensergebnis.