Mannigfaltig und komplex.

Insbesondere hier in Westeuropa fragen sich viele Unternehmen, warum sie in die Widerstandsfähigkeit und Stabilität der Organisation investieren sollen, wenn doch schon seit Jahrzehnten nichts wirklich Dramatisches passiert ist, weder einem selbst, noch befreundeten Unternehmen. Dazu können wir nur sagen: Glück gehabt! Die Zahlen sagen etwas anderes:

In den vergangenen 20 Jahren gab es alleine in Westeuropa fast 400 offiziell gelistete Katastrophen, von denen insgesamt etwa 4,5 Millionen Menschen unmittelbar betroffen waren, die über 500 Mrd. USD Schäden verursachten, und knapp 40.000 Todesopfer forderten. In West-, Nord- und Südeuropa zusammengenommen wurden in diesem Zeitraum bei fast 1.000 offiziellen Katastrophen über 18 Mio Menschen geschädigt, davon fast 90.000 tödlich, und ein Schaden von mehr als 15 Billionen USD verursacht (Quelle: www.emdat.be). Auf der Seite von RSOE EDIS gibt es eine interaktive Weltkarte mitsamt diverser Listen, wo alle aktuellen Katastrophen und größeren Schadensereignisse dargestellt werden.

Und diese Zahlen enthalten nicht die vielen tausend “kleinen” Krisen jährlich, die nur ein Unternehmen an den Rand des Abgrunds bringen können (oder darüber hinaus), und die die eigentliche Gefahr für den langfristigen Bestand einer Organisation darstellen. Dabei muss es noch nicht einmal einen selbst treffen, ein Unglück in der Nachbarschaft kann dazu führen, dass Ihre Mitarbeiter über Tage hinweg ihre Arbeitsplätze nicht mehr erreichen können.

Bei einer Weltbevölkerung von nun fast 7 Mrd Menschen und der zunehmenden Komplexität unserer Lebensräume steigt schlichtweg ständig die Gefahr, dass etwas schief läuft. Die statistische Wahrscheinlichkeit, dass etwas passiert (das Produkt zwischen Fehlerquelle Mensch und Fehlerquelle Technologie) steigt bei jedem Berührungspunkt dieser beiden Faktoren. Jeden Tag kommen mehr Menschen mit mehr und komplizierterer Technologie zusammen, jeden Tag steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dabei etwas passiert.

Ein immer wieder vorgebrachter Grund für die steigende Zahl von Groß-Katastrophen sind die Folgen des globalen Klimawandels. Immer mehr Gebiete auch in Europa werden durch häufigere und gleichzeitig stärkere Unwetter und damit verbundene Folgen wie Überschwemmungen oder Erdrutsche bedroht. Starkwind und nicht Bergschäden sind heute das größte Beschädigungsrisiko für Großgebäude im Ruhrgebiet.

Hinzu kommt, was wir den Crowding-Effekt nennen. Menschen werden zunehmend aggressiv, impulsiv, unkonzentriert und richten sich gegen sich selbst, je größer die Massen werden, in denen sie aufeinander treffen. Das kann man lokal im Kaufhaus beobachten, regional im Fussballstadion, und global im Terrorismus. Immer mehr Menschen suchen sich gewalttätige und kriminelle Wege um ihren Frustrationen Ausdruck zu verleihen oder ihre Ziele zu erreichen. Immer mehr Unternehmen geraten dabei ins Visier dieser Gruppen als  Ziel oder Beute, wobei sich hier mit der modernen Cyber-Kriminilatät ganz neue Gefahren ergeben.

Schließlich ist die Komplexität der heutigen Technologie und Infrastruktur hervorzuheben. Beides wird zunehmend ständig anspruchsvoller und daher immer weniger beherrschbar, aber vor allem immer stärker voneinander abhängig und miteinander vernetzt. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Versagen eines kleinen Teils des Systems in der Folge in ein katastrophales Versagen des Gesamtsystems mündet, steigt Tag für Tag.

Unter anderem aus diesen Gründen sind vor allem diejenigen Unternehmen aufsichtsrechtlich verpflichtet sich gegen derartige Risiken zu wappnen, die fremdes Eigentum führen (Banken, Sparkassen, viele Versicherungen), oder deren Verfügbarkeit für das Funktionieren des Staatswesens von großer Bedeutung ist (KRITIS – Kritische Infrastruktur: Versorger, Krankenhäuser, Verkehr, etc). Mit supranationalen Initiativen wie Basel II oder Solvency II, mit Standards wie dem weltweit anerkannten ISO 22301, dem britischen BS25999 oder dem deutschen BSI 100-4, wird nicht ohne Grund weltweit immer öfter versucht den Schutz von Unternehmen und Organisationen vor ungeplanten und umfangreichen Ressourcenverlusten zu fordern und zu unterstützen. Durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz für den Unternehmensbereich (KonTraG) wurden diese staatlichen Forderungen nun auch allgemein auf insbesondere Aktiengesellschaften und größere GmbHs ausgedehnt.

Können Sie es sich leisten, in dieser immer unsicherer werdenden Welt dem Ganzen gelassen zuzusehen? Oder denken auch Sie, dass Ihr Unternehmen zumindest prüfen sollte, was möglich ist? Diese Fragen können nur Sie selbst beantworten. Falls Sie jedoch Ja sagen zu den obigen Ausführungen und erfahren möchten, was Sie für Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation diesbezüglich tun können, dann rufen Sie jetzt einfach an oder benutzen Sie das Kontaktformular.