Die kurze Antwort: Jedes Unternehmen, natürlich!

Die lange Antwort: Einige Unternehmen wie z.B. Banken oder Versicherungen sind staatlicherseits verpflichtet Krisenvorsorge zu betreiben. Andere Unternehmen, wie z.B. Aktiengesellschaften oder größere GmbHs sind durch die Änderungen im Aktien- und Handelsrecht durch das Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) aufgefordert sich gegen unabwendbare Risiken zu wappnen. Wer dann schließlich als Unternehmer mit besonderen Gefahren umgehen muss oder wessen Geschäftsmodell oder Standortwahl besondere Risiken birgt, sollte auch ohne staatliche Aufforderung BCM einführen, um seine Investitionen zu schützen.

Business Continuity Management sollte jedes Unternehmen einführen, das sicher sein will, dass nicht ein Feuer in der Nachbarschaft, ein Vulkanausbruch in Island, der Ausfall eines Lieferanten in Japan oder ein Orkan vor Ort das eigene Unternehmen in eine existentielle Krise stürzt. Insbesondere Zulieferer größerer Konzerne können sich darauf einrichten in den kommenden Jahren ihren Kunden nachweisen zu müssen, dass sie krisenfest sind – andernfalls drohen sie den Vertrag zu verlieren. (Hier ist die gleiche Entwicklung zu beobachten, die auch in den 80er/90er Jahren hinsichtlich der Einführung von Qualitätsmanagement stattfand.) Bei den vielen kleineren aber dennoch ernsthafteren Unterbrechungen der Geschäftsprozesse sorgt ein funktionierendes Business Continuity Management Programm dafür, dass sich die Schäden für Ihr Unternehmen in Grenzen halten.