Bei der Einführung eines BCM-Programmes ist eine logische Ablauffolge einzuhalten, um das Einführungsprojekt effektiv und effizient gestalten zu können und um einen leistungsfähigen BCM-Prozess als Ergebnis zu erhalten. Dafür wird weltweit eine seit Jahrzehnten anerkannte und erprobte Methodik angewendet, die mittlerweile auch in vielen nationalen Standards beschrieben ist und derzeit in einen internationalen ISO-Standard überführt wird.

Maßgeblich sind hierbei die Anforderungen der kaufmännischen und produzierenden Fachbereiche an die Reaktionsfähigkeit des Unternehmens während und in der Folge einer Krise. Dort müssen zunächst die zeitlichen, qualitativen und quantitativen Anforderungen ermittelt werden, die die Reaktion von ressourcenbereitstellenden Bereichen wie IT, Gebäudemanagement oder Personal im Umfeld einer Krisensituation bestimmen.

Diese Informationen müssen vorliegen, bevor z.B. das Gebäudemanagement, der Personalbereich, der IT-Bereich oder einer der anderen betroffenen ressourcen­bereitstellenden Bereiche sinnvoll festlegen können, welche Ressourcen in welcher Reihenfolge und mit welchen zeitlichen Parametern ersetzt oder wieder bereitgestellt werden müssen.

Somit muss zunächst die Frage beantwortet werden, wie lange die fachlichen Nutzer auf als kritisch eingestufte Ressourcen oder Anwendungen verzichten können, bis das ein für das Unternehmen nicht mehr akzeptabler Schaden entsteht. Folglich muss bei der Einführung eines BCM-Programms zunächst die Fachseite gehört werden, bevor die ressourcenbereitstellenden Bereiche sinnvolle Maßnahmen planen können.